Future Horizons - Alexander Tutsek-Stiftung

Seit Jahren sammelt, bewahrt und erforscht die Alexander Tutsek-Stiftung das Material Glas im Kontext der zeitgenössischen Kunst. Was im Dezember 2000 als Vision begann - das Vernachlässigte, Übersehene oder auch Besondere und Spezielle in Kunst und Wissenschaft nachhaltig zu stärken - ist heute unter anderem eine der bedeutendsten Sammlungen von zeitgenössischem Glas in der Kunst weltweit geworden.

In der Jubiläumsausstellung "Future Horizons. Glas in der zeitgenössischen Kunst" versammeln sich Skulpturen und Installationen von rund 50 internationalen Künstler*innen. Die 3. Staffel des Podcasts der Alexander Tutsek-Stiftung nimmt Sie mit auf eine Reise durch diese Kunstsammlung und die faszinierende Welt des Arbeitens mit Glas. In jeder Folge kommen Künstler*innen aus der Ausstellung oder Expert*innen zu Wort, die sich mit dem Material Glas in der zeitgenössischen Kunst beschäftigen. Die sechs Folgen können als Begleitung zur Ausstellung und zur Publikation "About Glass" oder unabhängig davon gehört werden.

Future Horizons - Alexander Tutsek-Stiftung

Neueste Episoden

#6 Silvia Levenson und “Recovered Identity

#6 Silvia Levenson und “Recovered Identity"

21m 42s

Ein paar grüne Kindersocken, Strampler in Blau, ein rotes Lätzchen – Babykleidung, flach an der Wand aufgereiht: hunderte Stücke aus buntem Glas. Nachempfunden der Kleidung aus dem Fundus der Abuelas de Plaza de Mayo. Seit knapp 30 Jahren schafft Silvia Levenson diese gläsernen Babykleider – als Erinnerung an eine Diktatur, die sie selbst erlebt hat. Silvia Levenson gehört zu den Künstlerinnen, deren Werk die Sammlung der Alexander Tutsek-Stiftung von Anfang an mitgeprägt hat. Ihre Arbeiten wurden in mehreren Ausstellungen der Stiftung gezeigt – darunter „So Much Love and Compassion" (2023) und „Love, Maybe" (2025). Das Herzstück der Zusammenarbeit ist das...

#5 Ju Young Kim und

#5 Ju Young Kim und "Almost like Whale Watching"

21m 48s

Eine Metallverkleidung schwebt an Seilen im Ausstellungsraum BlackBox der Alexander Tutsek-Stiftung in München. Das Objekt sieht beinahe aus wie ein U-Boot. Im Metall sind Nieten sichtbar, die Form ist aerodynamisch. Bei genauerem Hinsehen stellt sich heraus: es ist ein Teil eines Flugzeugs, genauer gesagt ein „Kanu“ von der Unterseite der Tragfläche. Eingelassen in die Seiten ist geschwungenes Bleiglas, das an traditionelle Kirchenfenster erinnert. Die koreanische Künstlerin Ju Young Kim hat dieses Werk Almost like Whale Watching genannt.

#4 Kiki Smith und

#4 Kiki Smith und "Mine"

33m 3s

Rote dreidimensionale Sterne mit harten Spitzen liegen symmetrisch angeordnet auf dem Boden verteilt. Das Werk trägt den Titel „Mine“ – im Englischen ein Wortspiel: mine bedeutet „meins“, aber auch Landmine – eine im Boden verborgene Waffe, die auf Menschen wartet. Kiki Smith hatte bei diesem Werk keinen Sternenhimmel im Kopf. Und weil sie aus Glas sind, tragen diese Sterne ein zweites Paradox in sich: Glas, das zerbricht, wird zu Scherben – aber auch zu Splittern. Was zart erscheint, kann verletzen.

#3 Ann Wolff und

#3 Ann Wolff und "Andante"

28m 9s

Die Skulptur "Andante" der deutsch-schwedischen Künstlerin Ann Wolff zeigt zwei Frauenfiguren aus bernsteinfarbenem Glas – die eine tritt hinein, die andere heraus. Dazwischen eine Leerstelle - das sind die Erfahrungsräume die Ann Wolff faszinieren. In dieser Folge geht es um das Leben und die Arbeit einer der bedeutendsten Künstler*innen, die mit Glas arbeiten. Seit mehr als vierzig Jahren schafft Ann Wolff Werke über Identität, über das Selbst und das Andere, über die großen Fragen des Menschseins. Von ihren Anfängen bis heute – Ann Wolffs künstlerischer Weg ist geprägt von ständiger Neuerfindung.