Love, Maybe - Alexander Tutsek-Stiftung

Liebe begegnet uns überall – in romantischen Beziehungen, Freundschaften, zwischen Eltern und Kindern. Sie ist universell und doch individuell geprägt durch Zeit, Gesellschaft und Kultur. Sie ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. Und auch Künstler*innen setzen sich seit jeher mit ihr auseinander. Die zweite Staffel des Alexander Tutsek-Stiftung Podcasts "Love, Maybe” widmet sich der Liebe in der Gegenwartskunst. Die Ausstellung zeigt Fotografien, multimediale Installationen und Skulpturen aus Glas, die Liebe als aktive Handlung begreifen: als Verantwortung, Fürsorge und politische Geste. Inspiriert von Audre Lordes Kritik am romantischen Mythos und bell hooks’ Vision von Liebe als politischem Akt eröffnet „Love, Maybe“ neue Perspektiven: Liebe nicht nur als Gefühl, sondern als Utopie. Jede Folge des Podcasts begleitet ein Kapitel der Ausstellung und gibt Künstler*innen eine Stimme, die eigens für die Ausstellung Werke geschaffen haben. Es geht um Intimität, Fürsorge, Begehren und den Blick auf Liebe jenseits patriarchaler Normen. Die vier Folgen können als Begleitung zur Ausstellung oder unabhängig davon gehört werden.

Love, Maybe - Alexander Tutsek-Stiftung

Neueste Episoden

#4 Desire, Maybe - Love, Maybe

#4 Desire, Maybe - Love, Maybe

33m 39s

In einer Welt, die lange von heteronormativen Vorstellungen geprägt war, eröffnet das Konzept queeren Begehrens einen Raum für alternative Perspektiven: Es hinterfragt etablierte Vorstellungen von Geschlecht, Partnerschaft und Familie. Es fordert heraus, macht verletzlich und zeigt neue Räume jenseits gesellschaftlicher Normen auf. Begehren kann nicht nur ein individuelles Verlangen sein, sondern auch ein politischer Moment. Genau dieses Begehren greift der Künstler Matthieu Croizier in seinen Werken auf. In dieser Folge sprechen wir mit ihm über verschiedene Darstellungen von Begehren und über gesellschaftlichen Normen, die vorschreiben, wie Menschen leben und lieben sollen. 

Ausstellung “Love, Maybe”: https://atstiftung.de/love-maybe/

#3 Care, Maybe - Love, Maybe

#3 Care, Maybe - Love, Maybe

44m 12s

Fürsorge ist mehr als eine Handlung – sie ist eine Haltung, eine soziale Praxis, oft unsichtbar und ungleich verteilt. Diese Folge beleuchtet die gesellschaftlichen und politischen Dimensionen von Care-Arbeit, die oft als selbstverständlich gilt – besonders wenn sie von Frauen, Angehörigen oder marginalisierten Gruppen geleistet wird. Zum Beispiel in der Mutterschaft. Mit Künstlerin Gabby Laurent sprechen wir über Mutterschaft als körperliche wie emotionale Herausforderung – und als Inspiration für ihre Kunst.

#2 Gaze, Maybe - Love, Maybe

#2 Gaze, Maybe - Love, Maybe

33m 41s

Der Blick ist nie neutral – er formt Machtverhältnisse, prägt Stereotype und wird durch Kultur, Gesellschaft und Technologie beeinflusst. Wer sieht, wer wird gesehen - und wie beeinflussen KI und digitale Avatare unsere Wahrnehmung? Diese Folge thematisiert patriarchale und rassistisch geprägte Blickregime. Die Künstlerin Eli Cortiñas dekonstruiert mit Video- und Audiomaterial visuelle Stereotype von Liebe. Mit ihr sprechen wir über Bild- und Körperpolitik in der Kunst – und darüber, wie Kunst helfen kann, Sehgewohnheiten zu durchbrechen.

#1 Intimacy, Maybe - Love, Maybe

#1 Intimacy, Maybe - Love, Maybe

44m 57s

Was bedeutet es, sich nahe zu kommen? Ob in romantischen Beziehungen, Freundschaften oder durch das Kameraobjektiv – Intimität ist gelebte Sensibilität, aber auch eine Frage der Darstellung.
Künstler Oliver Chanarin und Autorin Emilia Roig sprechen über Intimität jenseits idealisierter Körperbilder. In einer digitalen Welt, die uns permanent zur Selbstoptimierung drängt, versuchen sich die Künstler:innen von Perfektion abzuwenden - Und damit neue Perspektiven auf Intimität zu schaffen, die traditionelle Rollenvorstellungen herausfordern.